Der Blick auf das ICH - Astrologie
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Der Blick auf das ICH - Astrologie

Funktioniert’s oder doch nicht?

Naja, war wohl nichts mit »in Kürze«, wie im letzten Artikel versprochen.
Der letze Eintrag stammt vom 1. Februar. Fast zwei Monate hat es gedauert, bis ich es zu diesem Punkt geschafft habe, um den neuen Beitrag zu verfassen. Abzuwarten bleibt, ob es für den nächsten wieder zwei Monate dauert.

Wie dem auch sei, hätte ich mir recht-zeitig mein Horoskop angesehen, wäre das von vornherein klar gewesen. Die Sterne waren mir nicht gewogen und Mars und Saturn hatten in den letzten Wochen andere Pläne für mich.

Kennst du Aussagen, wie im letzten Absatz und findest du diese auch lächerlich? Dann gebe ich dir recht. Das sind die typischen Sätze, die wir im Allgemeinen aus den Zeitschriften kennen und mit denen wir alle die Astrologie verbinden.
Doch die Astrologie sagt uns weder, wie unser Leben, unsere Beziehungen, unsere Gesundheit aussehen, noch ob wir arm oder reich sein werden. Die Planeten haben weder Pläne für uns, noch beeinflussen sie uns dahingehend, dass wir ihnen machtlos ausgeliefert sind.
Eines ist klar: Alles im Universum beeinflusst sich in gewissem Maße gegenseitig - aber daraus einen direkten Einfluss von z.B. Jupiter auf unser Leben abzuleiten ist schon etwas überheblich. Jupiter hat etwas anderes zu tun, als sich um unser Glück zu kümmern.

Was ist nun dran an der Astrologie bzw. was nicht?

Einfach erklärt ist das, was nicht? Egal, wie unser Horoskop aussieht, welcher Planet, in welchem Haus steht, ob wir im Zeichen Löwe oder Fische geboren wurden - wir bestimmen unser Schicksal IMMER selbst. Wir selbst sind es, die sagen, wo es lang geht. Den größten Fehler, den wir im Umgang mit Astrologie machen können ist, sich ihr auszuliefern. Es soll ja Unternehmen geben, die keine geschäftliche Entscheidung treffen, ohne den Hausastrologen zu befragen. Ich für meinen Teil halte das für etwas übertrieben.

Also was ... ? Erst ein paar Beispiele. Winterkätzchen sind im Leben meist nicht so kräftig, wie ihre Artgenossen, die im Sommer geboren werden. Selbst dann, wenn sie in Haus oder Wohnung aufwachsen und ordentlich gefüttert werden. Irgendetwas hat Einfluss auf die Konstitution. Manches wurden bereits wissenschaftlich untersucht und ist bekannt. Viele andere Aspekte liegen nach wie vor im Dunkeln. Wir alle wissen das aber aus Beobachtungen.
Kinder (Zwillinge die von einander getrennt wurden) entwickeln sich oft, trotz gleicher Genetik, vollkommen unterschiedlich auch wenn einiges gleich läuft, obwohl sie sich nie kennenlernen. Wir wissen heute, dass das Umfeld Einfluss auf die Entwicklung nimmt. Diese Erkenntnisse gewann man nicht durch Messungen mittels Geräten, sondern durch schlichte Beobachtung.
Manche Völker und Stämme entwickeln Eigenheiten, für die es keinerlei Erklärung gibt. Das weiß man aus Beobachtungen.
Vieles wird heute als gegeben und wahr angenommen, wofür es keinerlei Beweise und Untersuchungsergebnisse gibt. Warum? ... und wie soll das jetzt die Astrologie retten. Das meiste wissen wir nicht durch Wissenschaft, sondern schlichtweg durch Beobachtung.

Bevor die Wissenschaft mit ihren Geräten und Universitäten begann, Gegebenheiten erst als real anzusehen, wenn sie gemessen und bewiesen waren, kamen die Menschen ebenfalls zu Erkenntnissen, die sehr real waren - sonst würden wir wohl immer noch in Höhlen hausen. Über Jahrtausende kam die Menschheit ohne Wissenschaftler aus.
Der Bauer musste kein Barometer befragen, um zu wissen, wann es Regen geben würde. Der Medizinmann musste nichts von Viren und Bakterien wissen, um zu erkennen, dass jemand krank war. Fischer wussten ohne Tiefensonar, wann die Fischschwärme an ihrer Bucht vorüberzogen und allen war klar, wann sie beginnen mussten, sich für den Winter und die kalte Jahreszeit vorzubereiten.
Das alles wussten die Menschen, weil sie ihre Welt beobachteten. Weil sie die Menschen, die Tiere und die Natur wahrnahmen, Vergleiche anstellten, Rhythmen erkannten, Gemeinsamkeiten entdeckten und Abhängigkeiten feststellten. Sie lebten in und mit der Natur.
Und dann gab es neben dem Bauern, den Fischern und anderen auch noch jene, die sich für den Himmel und die unsichtbaren Dinge interessierten. Die Vergleiche zwischen Geschehnissen am Firmament und am Erdboden entdeckten. Tausende Generationen von Priestern, Schamanen und Magistern haben beobachtet, verglichen und Schlussfolgerungen gezogen, haben Häufungen, Zyklen und Muster aufgezeichnet, weitergegeben und verfeinert. Sie haben dabei entdeckt, dass Menschen, die zu bestimmten Zeiten im Jahr (z. B. Sonne im Löwen) häufig gleiche Wesenszüge aufweisen, die bei jenen, die zu einem anderen Zeitpunkt geboren werden vollkommen fehlen. Nicht absolut, nicht zwingend, aber eben sehr, sehr häufig.
Wer Jahrtausende lang Menschen und Sterne beobachtet, erkennt mitunter auch, dass Sonne, Mond und Planeten wie die Zeiger einer Uhr anzeigen, welche Charaktereigenschaften bei einem Neugeborenen zu erwarten sind und aus unzähligen Biografien, wie sein Leben voraussichtlich verlaufen wird.
Nicht, weil die Sterne/Planeten das so wollen, sondern weil andere, die unter gleichen oder ähnlichen Konstellationen geboren wurden, sich in vielen Punkten besonders ähnlich waren.

Die Astrologie in ihrer ursprünglichen Form ist also nichts, das irgendjemand erfunden hat, weil er Geld damit machen wollte, sondern hat sich aus Jahrtausenden langen Beobachtungen ergeben.
Warum stimmt sie dann bei so vielen Menschen nicht?
Nunja, ... jemand, der nichts von Astrologie hält, immer auf die Aspekte konzentrieren, die dagegensprechen, denn alles andere wäre ja self fulfilling prophecy.
Warum schlagen Medikamente bei den meisten an, beim anderen haben sie keine Wirkung? Warum werden die meisten auf zuviel Eiscreme dick und ein anderer bleibt schlank und rank?
Weil wir trotz aller Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten doch individuelle Wesen sind, die - wie ich einleitend schon sagte - ihr Schicksal selbst bestimmen.
Ein weiterer Punkt ist, dass wir mit zunehmender Technologisierung, enorm gestiegenen Einflüssen durch Gesellschaft, Kommunikation, Medizin, und, und, und, ... wesentlich mehr externen Zwängen ausgesetzt sind, als noch vor zweihundert Jahren. Die Möglichkeiten, aber auch die Hindernisse, sind wesentlich vielfältiger geworden. Der moderne Alltag wirft vieles über den Haufen, was unser Leben hätte sein können.

 Die Astrologie für die kurzfristige Lebensplanung zu Rate zu ziehen ist genauso wenig effektiv, wie ein gottgefälliges Leben zu führen in der Hoffnung, damit auch den Chef zufriedenzustellen.

Aber, trotz allem, was gegen die Astrologie spricht, kann sie uns einen tieferen Blick auf unser Selbst gewähren. Sie kann helfen, zu erkennen, in welchen Lebensbereichen wir mehr Energie benötigen, um zum Erfolg zu gelangen, und in welchen es wie von selbst laufen kann. Sie kann uns einen Wink geben, mit welchem Partner wir eher glücklich werden und/oder mit welchem wir möglicherweise in Dauerstreit leben.

Zugegeben, das alles kann die Psychologie auch. Aber die ist meist teurer und bei weitem nicht so spannend. ;)

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